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Sunday, November 16, 2008

neue mode magazine braucht das land

Bild 26
credit: neuemodemagazine

Und immer wenn man dachte, dass es doch jetzt mal ein paar ganz akzeptable Heftchen im Handel gibt, taucht ein neues auf, von dem man sofort glaubt, dass die Welt es unbedingt nötig hatte. Zu diesen zählt eines mit dem ansprechend sperrigen Titel NEUE MODE Magazine, den man wahlweise als deutsch-englisch Mischung oder als seltsame Pluralisierung lesen kann. 15 EUR für ein aus Deutschland (genauer Frankfurt!) stammendes Heft lassen einen erstmal Schlucken. ABER! Es gibt keine Werbung im Heft - KEINE, NADA, NIENTE - bzw. so muss ich zugeben, wurden wohl die einzigen raren Werbeplätze an die Hugo Boss AG verkauft, die sich mit insgesamt 6 exklusiven Seiten verteilt auf Heftanfang und -ende begnügte.

Wirklich "NEU" ist das Heft aber nicht. Vorliegen habe ich die Ausgabe 8 und da scheint es kaum verwunderlich, dass sich auf der Website der Magazinbetreiber Bilder der (vergriffenen) 7 Vorgängerausgaben finden. Zweimal pro Jahr erscheinend, ergibt sich dann ein Alter von - schnell nachgerechnet - fünf Jahren. Warum mir das Heft erst jetzt aufgefallen ist, vermag ich nicht zu sagen... Fakt ist, dass es vor einigen Wochen aus dem Wust an Zeitschriften im Hamburger Hauptbahnhof herausstach und mich die 15 EUR bereitwillig zahlen ließ, schon alleine aus Neugier, die dieses doch sehr an - pardon - Frankreichs Modezeitschrift #1 erinnernde Heft hervorrief (am Rande sei bemerkt, dass man zumindest Quantitativ in der großen Schwester Purple mehr für den Preis bekommt - 16 EUR bei einer dreifachen Dicke!).

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credit: neuemodemagazine

Was aber nun rechtfertigt den hohen Preis? Ohne mit früheren Ausgaben vergleichen zu können, stechen spontan die folgenden positiven Punkte bei Heft 8 hervor:

1. Proportion eines US-Letterformats
2. Cleanes, edles Erscheinungsbild
3. Dezente Werbung
4. Ansprechende Typographie (very Purple-like!)
5. Unterschiedliche Papiersorten
6. Ansprechender Geruch (!)

Inhatlich steht deutlich das Bild vor dem Text. So besteht schätzungsweise etwa nur 1/5 des Heftes aus Text. Auf den restlichen Seiten erstrecken sich aufwendige Modestrecken, mit deutlich künstlerischem Anspruch. Sehr positiv aufgefallen ist mir auch die selbstverständliche Einbeziehung junger deutscher Label (darunter: f.rau, starstyling, kaviar gauche, stephanie franzius, qed, penkov, sabrina dehoff, rike feuerstein, c.neeon, macqua und bless), die ich in so geballter Form vorher noch nirgendwo gesehen habe. Ich werde das Heft im Auge behalten! (geschrieben am 18.08.2008)

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credit: neuemodemagazine

Bei den Damen vom Modepilot las ich dann kürzlich, dass das Magazin sich in den realen Raum in Form einer Galerie erweitert hat. Seit acht Tagen nun gibt es die "NEUE MODE GALLERIES" am Frankfurter Mainkai 4 (wie es wieder zu der Pluralisierung der Galerien kommt verstehe ich ehrlich gesagt nicht...). Was genau das ist, werde ich erst bei meinem nächsten Heimbesuch herausfinden können. Bilder der Eröffnung gibt es jedenfalls hier zu sehen.

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